(c) picturealliance_AP-Photo

Die Schatzsucher der Kunst

  • 09.11.17 12:45
  • Martin Mölder
  •   Kultur und Kirche

Insgesamt waren es rund 350 Kulturschützerinnen und Kluturschützer aus 13 Nationen, die mehr als fünf Millionen Kulturgüter wie Bilder, Skulpturen und Kunstschätze aufspürten, die die Nationalsozialisten enteignet und geraubt hatten, und dann ihren rechtmäßigen Besitzern zurück gaben. Die „Monuments Men and Women“ waren wirklich ungewöhnliche Kriegshelden. Manche arbeiteten vor dem Krieg selbst in Museen als Kuratoren oder Kunsthistoriker. Andere waren Archivare, Lehrer oder Architekten, bevor sie sich freiwillig zum Militärdienst meldeten. Einige Monument Frauen und Männer arbeiteten am bekannten Metropolitan Museum of Art in New York. Nach dem Krieg wurde den Kunst-Schatzsuchern hier ein eigener Gang mit elf Gemälden gewidmet, die durch sie gerettet werden konnten und jetzt Teil der Sammlung des Museums. Darunter etwa Gustav Klimts “Mäda Gertrude Primavesi” und das Bild “Parc Monceau” von Claude Monet.

Special Force for Art-Saving

1943 wurde die Spezialeinheit gegründet, um Kunstwerke und Kulturschätze in Europa zu finden und vor Angriffen der Alliierten zu schützen. Außerdem sollten sich die Kunstexperten um mögliche Reparaturen der Werke kümmern und recherchieren, welche zum Teil verschlungenen Wege die kostbaren Bilder, Skulpturen oder Altäre genommen hatten. Viele Kunstschätze wurden von den Nazis in verlassenen Minen oder Salzlagern aufbewahrt. Manche auch in Schlössern oder Kirchen. Gegen Ende des Krieges, Ende 1944 und 1945, ging es vor allem darum, die Beutekunst der Nazis zu finden und ihren rechtmäßigen Besitzern, Privatleuten, aber auch Museen und Kirchen zurück zu geben. Zwei Monuments Men starben bei ihrem Auftrag. Die Nazis verbrannten etliche der gestohlenen Kunstschätze. Dank der mutigen Kunst-Schatzsucherinnen- und Schatzsucher wurden aber Millionen Werke gerettet, darunter auch der bekannte Genter Altar und die Brügger Madonna von Michelangelo.

SommerZeit 2018 (c) Robert Boecker

Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe der SommerZeit 2018.

Zur SommerZeit 2018 »