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Sternsinger aus Neuss schreiben Segen ans Bundeskanzleramt

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt 108 Sternsinger
9. Januar 2018; Newsdesk/Je, Thomas Römer/Kindermissionswerk

Große Ehre: Die Sternsinger Mara (13), Mira (10) Peter (10) und Louisa (13) aus der Gemeinde St. Martinus Neuss-Holzheim dürfen in diesem Jahr den Segen anschreiben.

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108 Sternsinger aus allen deutschen Diözesen besuchen Angela Merkel im Bundeskanzleramt Große Ehre: Die Sternsinger Mara (13), Mira (10) Peter (10) und Louisa (13) aus der Gemeinde St. Martinus Holzheim (Erzbistum Köln) dürfen in diesem Jahr den Segen anschreiben. Sternsingerin Mira (10) aus dem Erzbistum Köln nimmt die Spende von Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen 'Christus mansionem benedicat ? Christus segne dieses Haus' ins Bundeskanzleramt. Kronen, Sterne und Kinder in prächtigen Gewändern im Kanzleramt: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 8. Januar 108 Sternsinger aus ganz Deutschland empfangen Geschafft: Mara (13), Mira (10) Peter (10) und Louisa (13) aus der Gemeinde St. Martinus Holzheim (Erzbistum Köln) haben den Segen im Bundeskanzkeramt angeschreiben.

Berlin. Sondierungsgespräche, Koalitionsverhandlungen, Regierungsbildung – die politischen Schlagworte im aktuellen Tagesablauf von Bundeskanzlerin Angela Merkel rückten am Montagnachmittag (8. Januar 2018) im Bundeskanzleramt in den Hintergrund. Goldene Kronen statt Sondierungsgespräche prägten für gut eine Stunde das Bild: 108 festlich gekleidete und gold-gekrönte Sternsinger zogen ein in eines der wichtigsten Häuser der Republik.

 

Mit ihrem Gesang und ihrem Engagement sorgten sie bei der Bundeskanzlerin für ein wenig Abwechslung. „Ich freue mich natürlich immer, wenn ich königlichen Besuch bekomme. Ihr kommt aus allen Himmelsrichtungen, aus Nord und Süd, Ost und West, und dieses Mal zum 60. Mal, das ist natürlich noch einen ganz besonderen Gruß wert“, war die Kanzlerin begeistert von der fröhlichen Königsschar. „Und was ihr mitbringt, ist Gottes Segen, dafür möchte ich euch von ganzem Herzen danken.“

 

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ heißt das Leitwort der aktuellen, 60. Aktion Dreikönigssingen. Kinder aus in Berlin-Lichtenrade machten mit einem Szenenspiel deutlich, warum die Sternsinger in diesem Jahr ihre Stimme gegen Kinderarbeit erheben. „Wenn ich nicht hier geboren wäre, sondern zum Beispiel in Indien, müsste ich in einem Steinbruch arbeiten oder in einer Streichholzfabrik. Oder ich müsste Teppiche knüpfen. Vielleicht wären dann meine Eltern nicht mehr am Leben, denn in den armen Familien werden die Menschen meist nur 40 Jahre alt“, sagte einer der jungen Darsteller.

 

Sternsinger haben Botschaft für Politiker

„Von Schule und Freizeit können viele Kinder nur träumen, weil sie eben jeden Tag arbeiten müssen“, machte Bundeskanzlerin Merkel deutlich, wie wichtig auch ihr dieses Thema ist. „Leider hat sich, obwohl wir in vielen Teilen der Entwicklungshilfe auch Erfolge haben, die Zahl der arbeitenden Kinder nicht verändert. Und ich weiß, dass diese Botschaft sich nicht nur so allgemein irgendwohin richtet, sondern natürlich auch an uns als Politikerinnen und Politiker. Es ist wichtig, dass ihr heute noch mal den Finger in die Wunde legt.“

 

 

Große Ehre für Sternsinger aus Neuss

Die Spende der Bundeskanzlerin durften die Sternsinger aus dem Erzbistum Köln entgegennehmen. In diesem Jahr kam die Gruppe unseres Bistums aus Neuss-Holzheim. Angela Merkel unterstützt mit ihrer Spende Bildungsprojekte für arbeitende Kinder im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, die von den Sternsingern gefördert werden.

 

Segensspruch der Sternsinger im Blitzlichtgewitter

Anschließend sagten Mara (13), Mia (10), Peter (10) und Louisa (13) aus der Gemeinde St. Martinus in Neuss-Holzheim den Sternsingersegen auf, in dem auch sie noch einmal auf das Thema Kinderarbeit und die Unterstützung der Bundeskanzlerin eingingen: „Wir wollen das Leben der Kinder verändern, die arbeiten müssen in so vielen Ländern. Allein wird es schwer, doch mit euch kann es geh’n, dass Kinder im Dunkel das Sonnenlicht sehn.“

 

An prominenter Stelle im Kanzleramt schrieben die Neusser Sternsinger zum Abschluss des Empfangs den Segen 20*C+M+B+18 an. Dabei richteten sich unzählige Kameras auf die vier Sternsinger aus dem Erzbistum Köln.

 

Die Sternsinger aus Neuss-Holzheim Mara (13), Mia (10), Peter (10) und Louisa (13) durften den Segensspruch anschreiben und vortragen.

© Urte Podszuweit/Kindermissionswerk

 

Seit 1984 bringen Sternsinger Segen ins Kanzleramt

Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern vertraten in Berlin die 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an der 60. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die kleinen und großen Könige bereits zum 13. Mal.

 

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 71.700 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

 

Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

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