Erzbistum Köln - Situation und Zukunftsperspektiven am Bonner Münster - offener Austausch

26. Juni 2018 (pek180626)

Köln. Zu einem offenen Austausch über Situation und Zukunftsperspektiven am Bonner Münster nach dem Amtsverzicht von Msgr. Wilfried Schumacher trafen am Montag, 25. Juni, Vertreter des Erzbistums und der Initiatoren der Petition in Köln zusammen. An dem Gespräch nahmen aus Bonn Dr. Norbert Blüm, Bundesminister a.D., Dr. Ludwig Klassen, 1. Vorsitzender der Bonner Münster-Sitzung und des Bonner Münster-Bauvereins, und Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn a.D. teil. Für das Erzbistum Köln sprachen der Leiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche Msgr. Markus Bosbach, Generalvikar Dr. Markus Hofmann, Justitiarin Dr. Daniela Schrader und Pressesprecher Christoph Heckeley.

Die Bonner Delegation gab aus ihrer Sicht Hinweise auf weitere Problemstellungen und Verbesserungsvorschläge. Dazu gehörte z.B. ein risikoorientiertes Prüfsystem: „Wäre ein risikoorientiertes Prüfungswesen durch das Erzbistum Köln früher installiert worden, hätte der Schaden möglicherweise verhindert werden können oder wäre geringer ausgefallen“, so Jürgen Nimptsch. Hierzu sagte Generalvikar Hofmann: „Jede Verwaltung lernt stets dazu und kann sich weiter verbessern. Insoweit sind wir für jeden Hinweis dankbar. Der Vermögensrat des Erzbistums Köln arbeitet bereits an einem solchen risikoorientierten Prüfsystem.“

In der Darstellung und Bewertung der Vorgänge, insbesondere zum Komplex Amtsverzicht, konnte aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen keine Übereinstimmung erzielt werden.

Beide Seiten stimmten jedoch in dem Ziel überein, dass zum Wohl der Kirche die Seelsorge und das kirchliche Leben am Bonner Münster und in der Münstergemeinde sich möglichst bald wieder normalisieren sollen. Auch die Sanierung der Münsterkirche wollen beide Seiten nachdrücklich fördern.

Ein möglicher priesterlicher Einsatz für Msgr. Schumacher konnte in dessen Abwesenheit naturgemäß nicht Gegenstand des Gesprächs sein. Hier herrscht beiderseits das Vertrauen, dass es aufgrund der geführten und anstehenden Gespräche mit Msgr. Schumacher eine einvernehmliche Lösung geben wird.