Auf Sendung... unterwegs mit der Missio.

9. Dezember 2019

AUF SENDUNG... UNTERWEGS MIT DER MISSIO

Mit Kopf, Herz und Hand für den Glauben einstehen

Was heißt es, Religion zu unterrichten? Religion, die vielen zur Fremdsprache geworden ist, ein Fach, das einige kalt lässt, ein Fach, das anderen aber auch neue Perspektiven aufzeigt, das motivieren kann, in dem ein großes Potential steckt. Etwa siebzig Religionslehrkräfte hatten sich am 3. Dezember zu einem Gesprächsnachmittag mit Kardinal Woelki im Priesterseminar des Erzbistums angemeldet, um über solche Fragen zu diskutieren: Welche Herausforderungen, welches Potential steckt im Religionsunterricht bzw. in der Person des/der Religionslehrer/in, die sich in der Schule und auch im Alltag gemischten Reaktionen gegenüber sieht: vielleicht Gleichgültigkeit, vielleicht Kritik an "ihrer" Kirche, aber auch religiöse, existentielle Fragen. Religionsunterricht kann Frohe Botschaft sein, sich aber auch um die immer gleichen - stets auch medial vermittelten - Vorurteile drehen.

Kardinal Woelki verglich die Religionslehrkräfte in einem Impuls mit Exoten, Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben - mag es zuerst auch fremd wirken. So müsse es schließlich auch Paulus auf dem Areopag gegangen sein, als er den Athenern von der Auferstehung der Toten erzählte: „ Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör. Wir wüssten gern, worum es sich handelt.“ (Apg 17,20). Auch im Religionsunterricht und darin, ein Exot zu sein, liegt die Chance, die Frage nach dem vielleicht unbekannten Gott wieder zu stellen, neu zu stellen, ihn ins Gespräch zu bringen. Das sei das Eigentliche, das oft überdeckt zu sein scheint von den Anfragen an Kirche.