Bundesumweltwettbewerb

Bundesumweltwettbewerb

Manchmal haben wir Schülerinnen in unseren Klassen sitzen, da merken wir, die brauchen mehr als nur den üblichen Unterricht. Ihnen fällt das Lernen leicht und sie sind interessiert an vielen Dingen um sie herum. So fanden wir auch in der Klasse 7c eine Gruppe von Mädchen, die wir gerne mit einer zusätzlichen Aufgabe neu motivieren wollten. Mit zwei Klassenlehrerinnen machten wir uns auf die Suche und überlegten, was wir unseren 5 Schülerinnen anbieten könnten. Wir stießen dabei auf den Bundesumweltwettbewerb und schlugen dieser Gruppe vor, sich den Wettbewerb im Internet einmal genauer anzuschauen und zu überlegen, ob sie sich mit einem Thema daran  beteiligen möchten. Schon am darauffolgenden Tag stand die Teilnahme für die Mädchen fest. Schnell hatten sie ein Thema gefunden an dem alle interessiert waren und die Arbeit konnte beginnen.

Im Verlaufe der Zeit von ca. drei Monaten engagierten sich die Schülerinnen mit großem Einsatz, trafen sich regelmäßig mit den Klassenlehrerinnen, um das weitere Vorgehen zu besprechen und sich gemeinsam zu beraten. Sie arbeiteten sehr selbstständig und zuverlässig, merkten aber auch, dass man für ein so großes Projekt auch ein großes Durchhaltevermögen braucht, um so eine Arbeit zu einem guten Ende zu bringen. Aber unsere 5 Schülerinnen, unser „Nachhaltigkeitsteam“ hat es geschafft. Die Arbeit ist eingereicht und angenommen worden und alle warten gespannt auf das Ergebnis von der Universität Kiel, die diesen Wettbewerb betreut.

 

 

Klassenlehrerin, Frau Barbara Roggenkamp

Schülerinnen berichten..

Nachhaltige Landwirtschaft - auch bei uns im Vorgebirge?

Wir nehmen mit fünf Schülerinnen aus unserer Klasse am diesjährigen Bundesumweltwettbewerb teil, nachdem unsere Klassenlehrerinnen uns auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht haben und wir uns sofort für ein Thema begeistern konnten. Der Bundesumweltwettbewerb (BUW) 2018 beschäftigt sich mit Themen rund um die Umwelt und wir entschieden uns für das Thema „Nachhaltigkeit“, da auch der Wettbewerb unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ steht. Nach einigen Überlegungen spezialisierten wir uns auf das Thema „Nachhaltige Landwirtschaft“ und formulierten folgendes Thema: Nachhaltige Landwirtschaft – auch bei uns im Vorgebirge?

Fragebögen an 60 Landwirte

Schnell stand für uns fest, dass wir ein Nachhaltigkeitssiegel entwerfen wollten und jenen Landwirten verleihen wollten, die in Bornheim oder Alfter besonders nachhaltig wirtschaften. Wir recherchierten und fanden Kriterien für nachhaltige Landwirtschaft, die wir als Fragen umformulierten und in einen Fragebogen zum Ackerbau und einem Fragebogen zur Tierhaltung zusammenfassten.

 

Diese Fragebögen haben wir dann an 60 Landwirte im Vorgebirge geschickt, wovon uns 30 geantwortet haben. Nach unserer Auswertung konnten wir elf Höfen unsere Siegel verleihen. Einige Höfe wurden bereits aufgegeben. Andere Landwirte erklärten uns, dass es schwierig sei, einen Kompromiss zwischen einem naturnahen, nachhaltigen Anbau von Gemüse und Obst und zwischen der Wirtschaftlichkeit eines Hofes zu finden. Wir erfuhren, dass Bio-Produkte in der Herstellung teurer sind und viele Kunden eher preiswerte, aber gute Ware kaufen wollen.

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unsere Urkunde mit dem Nachhaltigkeitssiegel

Wir besuchten diese elf Höfe persönlich, um ihnen unsere Urkunde mit dem Nachhaltigkeitssiegel der Ursulinenschule zu überreichen. Das war für uns ein besonderes Erlebnis, da die meisten Landwirte sich sehr gefreut haben und wir viel Lob für unsere Arbeit bekommen haben. Bei einigen Landwirten hängt nun unsere Urkunde im Hofladen oder unser Besuch wurde auf der Homepage der Landwirte veröffentlicht. Wir hätten nicht damit gerechnet, dass wir mit unserer Untersuchung so viel Anerkennung bekommen. Viele Landwirte haben uns auch eingeladen noch einmal zu einer ausführlicheren Besichtigung ihres Hofes zu kommen.

 

Da wir auch auf das Thema Nachhaltigkeit in unserer Schule aufmerksam machen wollen, haben wir zu Beginn unserer Arbeit auch eine Umfrage in der Schule in allen Klassen durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass dieses Thema vielen Mitschülerinnen noch fremd ist. Trotzdem fahren schon viele Schülerinnen Bus und Fahrrad, vermeiden Plastik oder trennen den Müll. Für unsere Schule gab es auch viele Ideen. Zum Beispiel schlugen viele Klassen vor, den Müll ordentlich zu trennen, weniger Plastik zu benutzen und im Park unserer Schule Insektenhotels anzulegen. Mittlerweile steht fest, dass sich die Projektwoche vor den Sommerferien mit der Nachhaltigkeit unserer Schule beschäftigt.

.. intakte Welt zu hinterlassen

Auch wenn wir „nur“ Schülerinnen sind: wir können trotzdem viel für ein nachhaltiges Handeln tun. Es muss auch unser Interesse sein, den nachfolgenden Generationen eine intakte Welt zu hinterlassen. Das kann funktionieren, wenn wir jetzt damit anfangen. 

 

Von: Luisa V., Julia H., Carolin L., Hanna S., Leonie S.