Marina Herrmann

Ausstellung

Marina Herrmann

"StandOrte - Muster der Kulturen"

Malerei und Fotografie

Ausstellungseröffnung: 01.09.2010, 19:00 Uhr

01.09. - 04.10.2010 ganztägig geöffnet
Maternushaus, Kardinal-Frings-Str.1, 50667 Köln

 

New York, Frankfurt, Tokio, Shanghai, Johannesburg – egal, in welcher Megacity wir uns befinden: die Wahrzeichen von Geld und Macht ragen schlank Richtung Himmel, ihre Fassaden glänzen, wirken transparent und abweisend zugleich. Die Künstlerin Marina Herrmann hat die Finanzmetropolen der globalisierten Welt besucht, fotographische Befunde gesammelt und wirft die Frage auf, wie die jeweilige Kultur sich in der modernen Architektur der Städte widerspiegelt.

Ihre fotographischen Befunde dienen nicht der realistischen Erfassung von Plätzen und Gebäuden. Die Aufmerksamkeit der Künstlerin gilt unterschwelligen, beiläufigen Elementen, die sich in eigenwilligen Mustern, Strukturen und Farben äußern. Ihre Fotografien sind Kondensate und Kristallisationspunkte, bewegte und in sich verspiegelte Zufalls-Ausschnitte, deren Parameter Marina Herrmann in der Formensprache von Grafik und Malerei weiter transformiert und auffächert. Ihre Kombination von Malerei, Graphik und Fotographie ist als eine Form der Analyse zu begreifen. Auf diese Weise erfasst die Kölnerin den jeweiligen urbanen Ort in der Ästhetik eines n-dimensionalen Raums. In ihren Werken inszeniert Herrmann ein poetisches Spiel mit den Gestaltungsoptionen der sichtbaren und unsichtbaren Welt.

Auch wenn weltweit dieselben Architekten markante Bauten der Metropolen errichten, lassen Marina Herrmanns Arbeiten die unterschiedlichen Dimensionen von Rhythmus und Lautstärke der jeweiligen Stadt erahnen: „Mit meiner Methode möchte ich zu einem anspruchsvolleren und komplexeren ästhetischen Verständnis der urbanen Strukturen dieser Megacities beitragen, das jenseits der bekannten Postkartenansichten angesiedelt ist. Damit sollen Spuren, Konvergenzen und Unterschiede der Globalität freigelegt werden. Gleichzeitig stelle ich mir die Frage nach der Erhaltung regionaler Originalität, vor allem im Bereich der Kultur.“



Prof. Herbert Fitzek, Kulturpsychologe